Die Wechseljahre sind eine natürliche Phase im Leben der Frau. Der Begriff Menopause beschreibt genau genommen einen Zeitpunkt. Dieser Zeitpunkt wird im Nachhinein festgelegt, nachdem 12 Monate lang keine Menstruation erfolgt ist. Die Frau gilt nun als unfruchtbar und Verhütungsmaßnahmen sind nicht mehr erforderlich. Nach Verstreichen dieser zwölf Monate befindet sich die Frau in der sogenannten
Postmenopause.
Der Begriff Wechseljahre umfasst die Jahre unmittelbar vor der letzten Menstruation (
Perimenopause), die Menopause selbst (Zeitpunkt zwölf Monate nach der letzten spontanen Menstruation) und die Jahre nach der Menopause (
Postmenopause). Genau genommen ist die Perimenopause der Zeitraum ein bis zwei Jahre vor bis ein Jahr nach der eigentlichen Menopause – sie gilt als der eigentliche „Wechsel“.
Das typische Alter für die Menopause liegt in den westlichen Ländern bei 51 Jahren, wobei die Wechseljahre insgesamt mehrere Jahre dauern können. Bei den meisten Frauen beginnt die Menopause im Alter von 45 bis 55 Jahren, obgleich sie auch schon mit 35 oder aber auch erst mit 60 beginnen kann.
Tritt die Menopause ein, bevor die Frau ein Alter von 45 oder gar 40 erreicht hat, spricht man von einer vorzeitigen (prämaturen) Menopause. Schätzungsweise sind 1 % der Frauen unter 40 und 0,1 % unter 30 davon betroffen.
In den Wechseljahren verändert sich der weibliche Hormonspiegel – die Produktion von Östrogen sinkt und wird beim Gelbkörperhormon nahezu vollständig eingestellt. Dieser abfallende Hormonspiegel ist die Ursache für die Begleiterscheinungen der Wechseljahre, die bei etwa bei 70 bis 80 % der Frauen in den Wechseljahren in unterschiedlicher Ausprägung auftreten. Diese Begleiterscheinungen können sehr unangenehm sein und stellen daher eine Herausforderung dar.
Die Intensität der Beschwerden sind auch in hohem Maße abhängig von der Lebensweise, der Ernährung und der psychischen Konstitution der Frau. Die Menopause bedeutet weder das Ende guter Gesundheit und Vitalität, noch der Weiblichkeit und eines guten Sexuallebens. Die Wechseljahre stehen für eine Veränderung im Leben, doch mit praktischen Tipps zur Lebensweise und den richtigen Methoden zur Linderung der Begleiterscheinungen muss es keine Veränderung zum Schlechten sein.
Nicht-natürliche Menopause (induzierte Menopause)
Es kann vorkommen, dass bei jüngeren Frauen die Gebärmutter aus medizinischen Gründen operativ entfernt werden muss (Hysterektomie). Das bedeutet ein sofortiges Ende der Monatsblutung sowie Unfruchtbarkeit. Solange jedoch mindestens einer der Eierstöcke funktioniert, stellt sich jedoch die Menopause noch nicht ein. Selbst ohne Uterus findet bis zum Eintreten der Menopause die regelmäßige Ovulation und somit die Freisetzung einer Reihe von Fortpflanzungshormonen statt.
In Fällen, in denen der Frau die Eierstöcke entfernt werden (Oophorektomie), befindet sich die Frau unmittelbar in der sogenannten „chirurgischen Menopause", selbst wenn die Gebärmutter intakt bleibt.
Perimenopause
Postmenopause